Klimagruppe Nidwalden

Was wäre wenn....

...wir nicht zur Arbeit fahren müssten?

Normalerweise pendeln täglich ca. 4 Millionen Menschen zur Arbeit, während der Coronakrise haben viele davon im Homeoffice gearbeitet. Doch was wäre, wenn wir allgemein vermehrt von zu Hause aus oder in unserer näheren Umgebung arbeiten würden? Dass dies für viele von uns geht, haben wir nun herausgefunden. Was aber sind die Vorteile davon?
Täglich haben wir riesige Pendler-Verkehrsströme. Und jährlich nimmt die Anzahl der Pendler wie auch der Weg weiter zu, was vor allem auf die immer grössere Distanz zwischen Arbeits- und Wohnort zurückzuführen ist. 1990 arbeiteten 59% ausserhalb ihrer Wohngemeinde, 2017 waren es schon 71%. Von all diesen Pendlern fahren mehr als die Hälfte mit dem Auto zur Arbeit und ca. ein Drittel benützt den ÖV. Während der Coronakrise nahm die Anzahl Pendler stark ab. Plötzlich gab es keine Staus mehr auf den Strassen und auch keine überfüllten Züge, Trame und Busse.
Dies hat auch der Natur und unserer Umwelt gutgetan. Denn vor allem der motorisierte Verkehr ist eine Dreckschleuder. Dieser ist noch immer einer der Hauptverursacher der heutigen Luftverschmutzung. Zwar sinken die Werte, die Ziele wurde aber praktisch nirgends erreicht. Dadurch, dass weniger Menschen mit dem Auto pendeln, sänke auch die Luftverschmutzung. Dies hat auch direkte Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Luftschadstoffe können verschiedene – teils vorübergehende, teils chronische – Gesundheitsschäden auslösen und das natürliche Abwehrsystem des Atemtraktes schwächen. Es trifft dabei besonders stark unsere Kinder und Jugendliche, welche eigentlich noch ein ganz langes Leben vor sich haben.
Neben der Luftverschmutzung sind die Treibhausgasemissionen ein wichtiger Punkt. 33% der in der Schweiz verbrauchten Treibhausgase stammen aus dem Verkehr, die Luftfahrt ist dabei nicht eingerechnet. Und die Emissionen steigen weiterhin, obwohl dank dem technischen Fortschritt die Motoren effizienter geworden sind. Denn sowohl die Anzahl Fahrzeuge in der Schweiz als auch die durchschnittlich mit dem Auto gefahrenen Kilometer pro Person nehmen jährlich zu. Dieser Trend ist für das Klima katastrophal. Wenn nun aber weniger Personen diese langen Pendlerwege auf sich nehmen würden, würde auch die Emissionswerte sinken.
Doch neben all den Umweltaspekten gibt es auch noch einen wichtigen sozialen Aspekt. Durchschnittlich verbringen verbrauchen wir täglich eine Stunde für unseren Arbeitsweg. Eine Stunde ist viel Zeit, welche besser genutzt werden kann, als im Auto zu sitzen, wie es die Mehrheit der Pendler macht. Zum Beispiel mehr Zeit für die Familie und Freunde zu haben oder sich um eine Herzensangelegenheit zu kümmern. Ich habe mich gefragt, was wäre, wenn wir nicht zur Arbeit fahren müssten? Es resultieren daraus praktisch nur positive Aspekte: Es tut der Umwelt gut und daher auch unserer Gesundheit. Dazu hätten wir erst noch mehr Zeit. Warum also nicht einfach mehr im Homeoffice arbeiten, wenn möglich.

Quellen:
BFS: "Pendlermobilität"
BAFU: "Luft: Das Wichtigste in Kürze"
Öffentliches Gesundheitsprotal Österreichs: "Luftschadstoffe und Gesundheitsgefahren"
WWF: "Verkehr - kürzere Wege, ökologischer unterwegs"

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